Radteam Tharandter Wald

Frost statt Frust - Das große Plus von Touren bei Minusgraden!

Markgrafenstein OlafWas an den momentanen Minusgraden super ist: im Wald TOP Fahrbedingungen: harte, griffige Böden, kein Staub, keine Pfützen, kein Schlamm, super Grip hoch, runter und in Kurven - das allein ist eigentlich schon Grund genug, das Mounty mal durch den Wald zu treiben. Absolutes MUSS natürlich bei diesen Temperaturen: vernünftige Kleidung, drei Lagen sollten es schon sein, und Überschuhe sind wirklich nicht verkehrt.

Die Wintersonne hat zwar streckenweise überraschend viel Kraft, aber ohne Sonne fährt man im Tharandter Wald ruckzuck von einer angenehm milden Temperaturzone in ein strammes Kälteloch. Erstaunlich, auf kürzesten Abschnitten gefühlte Temperaturunterschiede von zehn Grad! Am besten fährt man deshalb auch Strecken mit genug Kletteranteil, um warm zu werden oder warm zu bleiben - gerade auf längeren Abfahrten beißt die Kälte nach wenigen hundert Metern und man gefriert von außen nach innen. Gut, wer heißen Tee in der Trinkblase hat…


Die Forstis haben nach den Herbst- und Winterbesuchen von Herwarth und Friederike ein ganz schönes Trümmerfeld zu beseitigen - das war hier ja auch schon Thema. Erstaunlich, an wie vielen Stellen sie das Baum-Mikado-Chaos schon aufgeräumt haben. Die großen Wege sind (so zumindest unsere Testergebnisse) schon wieder ausnahmslos frei, und man kann auch kleinere Schneisen schon wieder gut fahren. Schade natürlich die vielen lichten Stellen im Wald, und hunderte Fichten-Stümpfe werden uns noch lange an die Sturmereignisse erinnern. Es liegt auch noch genug Holz rum, vor allem auf den Harvesterschneisen ist deshalb Vorsicht geboten, querliegendes Kleinholz = tückische Falle.


Eisplatte web

Wir haben heute eine Runde „rund um unsere Fuchjagd“ gedreht (Startpunkt Waldbühne). Grob von Hartha Richtung Dorfhain lässt es sich prima rollern. Windgeschützt durch den Wald ging es auf den Markgrafenstein, den höchsten Punkt des Tarandter Waldes. Den bissigen Schlussanstieg kommt man bei feuchtem Matschboden kaum hoch - dank Frostboden mit perfektem Grip war es heute kein Problem! Aber Achtung - nur einen knappen Kilometer weiter: super tückisch eine Mega Eisplatte mitten auf der (sehr kalten!) Abfahrt den Kannenhenkelweg runter Richtung Bahnlinie (siehe Foto).
Die Abfahrt frostet einen komplett ein, sodass man sich auf dem flachen Seerentalweg gleich entspannt warmstrampeln kann, vorbei an den Seerenteichen kommt man gemütlich nach Grillenburg. Wer’s noch nicht gesehen hat: der Badeteich ist gerade komplett abgelassen, und die Wildschweine haben die Wiesen rund um Grillenburg mehr oder weniger flächig umgegraben… Den Stopp am Kiosk (das Radteam ist hier schon bekannt und hoffentlich gern gesehen) möglichst kurz halten, denn Grillenburg ist ein kleiner Kältepol…

SchokoflamingoWir sind heute nicht gleich Richtung Harthaer Flügel zurück zum Startpunkt, sondern haben uns noch einen Schlenker nach Nordwest gegönnt bis nach Mohorn-Grund. Auch hier brettharter fester Untergrund auf den kleineren Trails, und spätestens beim irgendwie doch auch langen Anstieg hoch auf den Landberg war es zwar saukalt - aber wir schön warm. In Höhe Spechtshausen stießen wir dann auf die Fuchsjagd-Strecke und es ging - in entgegengesetzter Richtung - zurück zur Waldbühne. Wahrscheinlich schon lange kein Geheimtipp mehr, und schon fester Bestandteil bei der „Anreise“ zur Fuchsjagd ist der Talmühlentrail von Hartha runter nach Tharandt. Sonst mit einigen Schlamm-Stellen, die teilweise auch in der Kurve liegen und schnell mal Brems- und Lenkkorrekturen erfordern, kann man den Trail derzeit dank Frost herrlich runterbrettern - so trocken ist er von Frühling bis Herbst nie!
Fazit der Frost-Runde: Technisch Top-Bedingungen, aber einigermaßen windstill sollte es sein. Minusgrade sind keine Ausrede (waren es auch noch nie) - und wir waren uns einig: auf dem Rennrad macht’s bei der Kälte nicht halb so viel Spaß!

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